Die DKB Bank bietet ein Mietkautionskonto bzw. Mietkautionssparbuch an, welches man komplett online einrichten kann. Als Direktbank ist man somit nicht daran gebunden an einen Bankschalter oder in eine Filiale zu gehen, sondern kann den kompletten Prozess online durchführen – sogar die Authentifizierung und Verifikation kann mittels Video-Ident anstatt klassischem Post-Ident durchgeführt werden.

DKB MietkautionskontoEin Mietkautionkonto kann entweder von dem Mieter oder dem Vermieter eingerichtet werden, je nachdem ob der Mieter dies wünscht. Als Mieter kann man ein Kautionskonto bei der DKB Bank einrichten, die Kaution auf das Konto überweisen und erhält anschließend eine Verpfändungsurkunde per Post in doppelter Ausführung zugeschickt, welche man dann als Mieter dem Vermieter übergeben kann. Der Vorteil für den Mieter liegt darin, dass dieser eine direkte Einsicht in das Konto per Onlinebanking hat, auch wenn die eigentliche Kaution verpfändet ist. Ebenfalls erhält man Zinsübersichten und kann einen Freistellungsauftrag einrichten. Wird die Mietkaution durch den Vermieter eingerichtet, so überweist der Mieter dem Vermieter die Kaution oder übergibt diese in Bar. Es ist ebenfalls möglich, dass der Vermieter die Kaution in 3 Raten ab dem Zeitpunkt des Einzugs an den Vermieter überweist. Anschließend kann der Vermieter das Kautionskonto einrichten – auch in diesem Fall gehören die Zinsen dem Mieter, er hat nur keine direkte Einsicht.

Als Vermieter das DKB Kautionskonto nutzen

Die DKB Bank bietet ebenfalls für Vermieter eine Option das Kautionskonto zu nutzen – so gibt es ein „DKB Vermieterpaket“ – mit diesem ist es möglich ein einziges Verwaltungskonto als Vermieter zu führen und in diesem Konto einzelne Unterkonten für die Mieter einzurichten. Auch hier erhält der Mieter eine Zinsübersicht, jedoch durch den Vermieter jährlich als PDF-Dokument zugestellt und die Kaution ist rechtskonform treuhändisch hinterlegt, sodass im Streitfall oder im Falle des Falles, welcher eintritt wenn die Kaution genutzt werden muss zunächst eine Klärung durch die dritte Partei (in diesem Fall die DKB Bank) angeregt wird. Wichtig hierbei: Die DKB Bank ist kein Streitschlichter oder Mediator – es gelten die Gesetze zu Mietrecht und Kaution.

Vorteile des DKB Kautionskontos

  • Schnell und einfach eingerichtet – in wenigen Tagen die Mietkaution geleistet
  • Alle Prozesse online – von der Anmeldung bis zur Bestätigung
  • Kostenloses Konto mit Mietkautionsmöglichkeit
  • Auch für Partnerschaften als Gemeinschaftskonto nutzbar

Nachteile des Mietkautionskonto

  • Derzeit sehr geringes Zinsniveau (0,01% Zinsen) – dadurch geringe Rendite

Wie funktioniert die Einrichtung des Mietkautionskonto?

Die Einrichtung der Mietkaution ist denkbar einfach und in wenigen Schritten kinderleicht umgesetzt:

  1. DKB Cash Konto einrichten (dieses dient als Grundlage)
  2. Authentifizierung via Post-Ident oder Video-Ident
  3. Zugangsdaten für das Onlinebanking per Post erhalten, einloggen und TAN-Verfahren wählen
  4. Auf das neu eingerichtet Konto die Kautionssumme überweisen
  5. Im Onlinebanking das Mietkautionskonto als Unterkonto einrichten (1-2 Klicks), die Kaution wird vom Cash-Konto darauf überwiesen und die Bürgschaftsurkunde per Post zugestellt

Als Vermieter kann man ebenso verfahren, also das DKB Cash Konto einrichten auf den Namens des Vermieters, anschließend dem Mieter die Bankdaten mitteilen, sodass die Kaution überwiesen wird. Als Vermieter aktiviert man im Onlinebanking das Vermieterpaket, nach einer Verifikation wird dieses freigeschaltet und der Vermieter kann nun Unterkonten einrichten und erhält eine Bestätigung für den Mieter.

Was ist der Unterschied zum DKB Mietaval?

Ein Mietkautionskonto ist eine Möglichkeit die Kautionssumme rechtssicher dem Vermieter zu übergeben. Hierbei wird eine Kautionssumme auf einem Konto hinterlegt und bleibt für die gesamte Mietdauer dort gebunden, für den Fall dass der Vermieter diese Sicherheit nutzen muss. Ist man bereits bei der DKB Bank seit mindestens 6 Monaten Kunde, so kann man ebenfalls das DKB Mietaval oder eine Bankbürgschaft nutzen. Dies ist eine selbstschuldnerische Bürgschaft, welche es ermöglicht die Kautionssumme nicht zu hinterlegen sondern für andere Dinge zu nutzen. Gleichzeitig zahlt man monatlich eine Gebühr für die Dienstleistung der Bank die Bürgschaft zu stellen. Tritt ein Schadensfall ein, so bürgt zunächst die Bank in der Höhe der Kautionssumme, fordert diese Kosten jedoch im Anschluss ebenfalls vom Mieter ein. Die Gebühren werden nicht wie bei einem Kredit abbezahlt, sondern sind Kosten während der Mietdauer, welche man nicht mehr zurück erhält.